Fahrwerk

Fragen aus der Szene

Sportfahrwerke liegen auf der Beliebtheitsskala bei Tuningmaßnahmen an zweiter Stelle. Jedoch wird die Veränderung am Fahrwerk mit ca. 20 % sehr häufig bemängelt.

PROBLEME MIT DER

VORSCHRIFTSMÄSSIGKEIT

  • Zulässige Nachweise fehlen
    ist aber unabdingbar, da ein Fahrwerk auf das jeweilige Fahrzeug abgestimmt sein muss
  • Verzicht einer Änderungsabnahme
    darauf kann trotz ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) NICHT verzichtet werden, wenn das Fahrzeug bereits vorab geändert wurde (z. B. Anbringung von Sonderrädern)

Das Fahrwerk stellt die Verbindung des Fahrzeugs zur Straße dar. Kraft und Antriebsmoment werden über das Fahrwerk auf die Straße übertragen. Ebenso müssen alle Seitenführungskräfte bei Kurvenfahrten über das Fahrwerk aufgenommen werden.

Ein häufig auftretender Fehler bei der Fahrwerksmodifikation: 
DER NICHT SPANNUNGSFREIE EINBAU.

 

DAS ZUSAMMENSPIEL

IST ENTSCHEIDEND

Wichtig für eine optimale Fahrwerksabstimmung ist das Zusammenspiel von:

  • Achsgeometrie
  • Feder-/Dämpfer-Kombination
  • Bereifung

Die Achsgeometrie muss aufgrund veränderter Hebellängen und Winkel überprüft und ggf. angepasst werden. Eine Achsvermessung im Nachgang zur Veränderung der Feder-/Dämpfer-Kombination ist unerlässlich.

VORSICHT VOR ZU

EXTREMER STURZEINSTELLUNG

Ein leicht negativer Sturz (Winkel zwischen Radmittelebene und Senkrechten auf der Fahrbahn) erhöht die Seitenführungskräfte und verbessert das Kurvenverhalten. Aber zu viel führt zu erhöhtem Verschleiß von Reifen und Radlagern. Folge:

  • Fahrzeug reagiert verzögert auf Lenkbewegungen
  • Fahrzeug wird in Geradeausstellung unstabil
  • Reifenaufstandsfläche verringert sich
  • Vortriebs- und Bremskräfte werden nicht mehr optimal auf die Straße gebracht
Die Auslegung eines Fahrwerks ist immer ein Kompromiss 
zwischen Fahrdynamik und Komfort. Das Ziel meistens: 
Fahrdynamik und Optik sportlicher zu gestalten.

Eine reine Tieferlegung wird meistens über den Austausch der Serienfedern durch Sportfedern realisiert. Folge:

  • Fahrzeughöhe wird reduziert 
    > Fahrzeugschwerpunkt verlagert sich nach unten
  • Nick- und Wankneigung wird verkleinert 
    > Verbesserung der Fahrdynamik bei höheren Geschwindigkeiten

 

FAHRZEUGFEDERUNG

ZIEL: Harte Schläge und Stöße, die über die Räder an den Rahmen und den Aufbau des Fahrzeugs weitergegeben werden, in Bewegungsenergie umwandeln und abmildern.

 

SCHWINGUNGSDÄMPFER

ZIEL: Schwingungen möglichst schnell zum Abklingen bringen, das Aufschaukeln verhindern und die Bodenhaftung des Fahrzeugs verbessern.

Härtere Schwingungsdämpfer bringen u. a. eine Steigerung des fahrdynamischen Sicherheitspotenzials. Die Güte eines Fahrwerks ergibt sich in der Hauptsache aus einer perfekten Feder-Dämpfer-Abstimmung. Daraus ergeben sich auch andere Belastungszustände auf Gelenkteile und Lagerungen.

Ein Mehr an wählbarer Performance bringen Gewindefahrwerke, Luftfahrwerke oder elektronische Fahrwerke.

 

MINDESTBODENFREIHEIT

Aus Gründen der Betriebssicherheit muss es möglich sein, normale Straßenbedingungen (Steigungen, Senkungen, Bordsteinkanten, etc.) zu bewältigen.

Ein Fahrbahnkontakt sicherheitsrelevanter 
Bauteile muss ausgeschlossen sein.

Ein Gewindefahrwerk verfügt gegenüber einem Serienfahrwerk über:

  • kürzere Federbeine
  • verstellbare Federteller

Ist das Fahrwerk wie im Gutachten beschrieben eingebaut und alle Auflagen (z. B. die Radfreigängigkeit, die Mindestabstände von Anbauteilen sowie von der Beleuchtungseinrichtung zur Fahrbahnoberfläche) gewährleistet und ein sicheres Befahren von normalen Straßenverhältnissen möglich, spricht nichts gegen eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere.

Stelle deine Frage an MR. SAFE.T

Fahrwerk = Radaufhängung + Achse + Bereifung

Negativer Sturz an der Hinterachse

Zu wenig Bodenfreiheit

Zeuge mangelhafter Bodenfreiheit

Fahrwerksabnahme schafft Sicherheit

Teile die Seite mit deiner Community


FAZIT

Das Fahrwerk besteht nicht nur aus Federn – nur unter Berücksichtigung aller Einflussgrößen bringt das Fahrwerk Fahrspaß und Sicherheit.