Räder und Reifen

Fragen aus der Szene

 

Tuningmaßnahme Nr. 1 ist die Modifikation der Rad-/Reifen-Kombination. Allerdings kommt es dabei nicht selten zu Problemen mit der Vorschriftsmäßigkeit.

 

PROBLEME MIT 

DER VORSCHRIFTSMÄSSIGKEIT

  • zulässige Nachweise fehlen
  • Mindestabstände zu benachbarten Bauteilen werden nicht eingehalten (Beeinträchtigung der Freigängigkei)
  • vorgeschriebene Radabdeckungen werden nicht vollständig erfüllt 
  • der Verwendungsbereich umfasst das Fahrzeug nicht 

Lebensgefahr besteht bei Billigrädern und Plagiaten, die keiner Material- und Festigkeitsprüfung unterzogen wurden, über keine passende Genehmigung verfügen oder vom jeweiligen Verwendungsbereich abweichen. Durch einen Felgenbruch wird ein Fahrzeug – selbst für den besten Fahrer – unkontrollierbar. Aus diesem Grund werden sehr aufwändige Räderprüfungen gefordert, welche alle relevanten Be- lastungs- und Beanspruchungszustände darstellen. 

 

FESTIGKEITSGUTACHTEN SIND KEINE GENEHMIGUNGEN

IM SINNE DES GESETZGEBERS 

Sie dürfen nur zu einer Einzelbetriebs- erlaubnis nach § 21 StVZO herangezogen werden, wenn der Radhersteller gewährleisten kann, dass die Qualität seiner Fertigung der Betriebsfestigkeit der geprüften Felgen entspricht
– Nachweis eines Qualitätsmanagementsystems. 

 

Es wird empfohlen, nur solche Zubehörteile zu verwenden, die über eine Teilegenehmigung oder ein Teilegutachten verfügen. Die Stabilität und Betriebssicherheit der Räder sind elementar für die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs. 

Eine wichtige Auflage in der Genehmigung von Rädern ist die Einhaltung der Freigängigkeit der Räder. Diese ist notwenig, um Schäden wie einen Reifenplatzer zu vermeiden
 

Um Schäden wie einen Reifenplatzer zu vermeiden, muss eine 
entsprechende Freigängigkeit der Räder gewährleistet sein. 

Um andere Verkehrsteilnehmer vor hochschleudernden Steinen, Schmutz, Eis, Schnee und Wasser zu schützen und die Gefahr zu vermindern, mit drehenden Rädern in Kontakt zu kommen, ist eine ausreichende Radabdeckung zu gewährleisten.

Werden Auflagen aus den entsprechenden Dokumenten nicht beachtet, kann es gefährlich werden! Eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) bedeutet nicht, wie häufig behauptet, dass grundsätzlich auf eine Änderungsabnahme durch einen Prüfingenieur mit nachfolgender Eintragung in die Fahrzeugdokumente verzichtet werden kann. Entscheidend hierfür sind die entsprechenden Auflagen der ABE! Das gilt übrigens auch für Rad-/Reifenkombinationen, die der Serie entsprechen.
 

EINPRESSTIEFE BEACHTEN

Ist die Einpresstiefe der Nachrüstfelgen größer als bei der Serienvariante, wandert das Rad mehr ins Radhaus hinein, sodass es zu Problemen mit den geforderten Mindestabständen kommen kann

Wird die Einpresstiefe nach der Umrüstung kleiner, kommt das Rad weiter nach außen. In diesem Fall und/oder bei einem Wechsel auf eine breitere Rad-/Reifenkombination ist auf die notwendige Radabdeckung zu achten.
 

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Ergebnis fehlender Festigkeitsprüfungen

Fahrzeug ohne ausreichende Radabdeckung

Ras in Folge einer zu großen Einpresstiefe

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FAZIT

Liegen Nachweispapiere von zertifizierten Her- stellern vor und werden entsprechende Hinweise und Regeln bzgl. der Montage, der Radabdeckung und der Freigängigkeit beachtet, gibt es keine Probleme mit der Betriebssicherheit und der Zulässigkeit der gewünschten Rad-/Reifen-Kombination.